Wir sind der

Waldkindergarten

Adeliges Holz e.V.

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KigaOrdnung

KINDERGARTEN - ORDNUNG!

 

I. Bring- und Abholzeiten

Die Kinder werden zwischen 8.00 und 8.15 Uhr in den Waldkindergarten gebracht. Gehen die Kinder den Weg vom Auto zum Bauwagen alleine, beginnt die Aufsichtspflicht der Erzieherinnen erst mit Ankunft der Kinder auf dem Kindergartengelände. Eltern sollten sich also vergewissern, dass jemand anwesend ist und ggf. ihre Kinder vom Waldrand aus beobachten.

Abgeholt werden die Kinder entweder um 12.00 Uhr, wenn sie nicht für den Spätdienst angemeldet sind oder zwischen 12.00 und 13.00 Uhr, wenn sie für den Spätdienst angemeldet sind. Die Abholung muss am Bauwagen erfolgen, da hier auch aktuelle Informationen an der Bauwagentür aushängen und eingesehen werden können. Gehen Kinder alleine nach Hause oder zum Auto, endet auch hier die Aufsichtspflicht der Erzieherinnen mit dem Verlassen des Kindergartengeländes. Sollte das Kind allein oder mit einer anderen Person als die Eltern die Einrichtung verlassen dürfen, müssen die Erzieherinnen davon in Kenntnis gesetzt werden. Solange sich die Kinder in der Obhut der Einrichtung befinden, bzw. auf dem direkten Hin- oder Rückweg zu oder von der Einrichtung, besteht der gesetzliche Unfallversicherungsschutz. Wegeunfälle sind der Leitung unverzüglich zu melden, damit eine Unfallanzeige fristgerecht erstellt werden kann. Alle von den Kindern mitgebrachten Gegenstände sind nicht versichert. Hinsichtlich verlorener oder beschädigter Gegenstände gelten die gesetzlichen Haftungsregeln.

 

II. Ausstattung der Kinder

Die Kinder sind je nach Wetterlage mit zweckmäßiger Kleidung auszurüsten. Hierzu gehört festes und regendichtes Schuhwerk und strapazierfähige, Wasser und Wind abweisende Oberbekleidung. Die Kinder tragen auch im Sommer eine Kopfbedeckung, lange Hosen und langärmelige Oberteile (wegen der Zecken, Dornen, Brennnesseln etc.). Sie sollten immer eine Regenhose an- oder dabeihaben. Im Winter hat sich das Zwiebelsystem bewährt mit je nach Temperatur mehreren Schichten Kleidung, z.B. lange warme Unterwäsche, Fleecehose und -pullover, wasserdichte warme Hose und Jacke. Die Schuhe sollten so groß sein, dass 2 Paar Socken angezogen werden können. Bewährt haben sich auch wasserdichte Fäustlinge, die über die Handschuhe getragen werden.

Wechselkleidung: Wir haben einen Vorrat an Wechselkleidung im Bauwagen gelagert und nehmen auch auf unseren Waldspaziergängen immer welche mit.

 

III. Frühstück

Jedes Kind sollte einen wasserdichten Rucksack dabeihaben, in dem es sein Frühstück in Brotdosen trägt und wo noch Platz ist für Regensachen, ein Stück Isomatte zum Sitzen auf kaltem oder nassem Boden, evtl. Becherlupe, Beutel für Sammelobjekte. Wir legen Wert auf ein gesundes, abfallarmes Frühstück. Keine süßen Sachen wie Marmelade, Honig, Nutella, Joghurt (lockt Wespen an). Möglichst vollwertiges Brot, Apfelstücke etc. Getränke werden in bruchsicheren Trinkflaschen mitgebracht. Sobald es kalt wird, sollten die Kinder Tee in kleinen Thermoskannen mitbringen.

 

IV. Hygiene

Vor dem Frühstück und nach dem Toilettengang waschen sich die Kinder die Hände. Dafür bringen wir täglich frisches, warmes Wasser von zu Hause mit. Die Eltern müssen den Kindern täglich frisch ein Gästehandtuch zum Abtrocknen mitgeben. Die Toilette wird täglich mit Desinfektionstüchern abgewischt und einmal wöchentlich (vom Putzdienst) gründlich gereinigt und desinfiziert.

Zum Kochen bringen wir frisches Trinkwasser in Flaschen mit.

 

V. Krankheit

Die Eltern sind verpflichtet, der Einrichtung unverzüglich Mitteilung zu machen, wenn bei dem Kind oder einer anderen Person, die mit dem Kind zusammenlebt, eine ansteckende Krankheit aufgetreten ist.

Bei Auftreten einer meldepflichtigen Infektionskrankheit in der Familie müssen auch die gesunden Geschwister vom Besuch der Einrichtung ausgeschlossen werden, um eine Verbreitung der Infektion in der Einrichtung zu vermeiden (dies richtet sich nach den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes - IfSG).

Nach ansteckenden Krankheiten (Keuchhusten, Masern, Scharlach, Diphtherie, Mumps, Röteln, Windpocken, Mundfäule, eitriger Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Durchfall, parasitärem Befall (z. B. Scabies, Milben, Läuse, etc. und fieberhaften Erkrankungen u. ä.) kann das Kind nur nach Vorlage eines/r ärztlichen Attests / Bescheinigung wieder die Einrichtung besuchen.

Im Krankheitsfall und bei Fernbleiben aus anderen Gründen, die nicht mit der Einrichtung abgesprochen wurden, ist die Einrichtung möglichst bis spätestens 9.00 Uhr zu informieren.

 

VI. Gesundheitsgefahren im Wald

 

a) Tetanus

Tetanus-Erreger sind überall in der Natur verbreitet; schon die kleinste Hautverletzung kann zu einer schweren, lebensgefährlichen Infektion führen. Jedes Kind, das sich mit dem Kindergarten im Wald aufhält, sollte daher unbedingt auch eine vollständige Grundimmunisierung mit drei Impfungen gegen Tetanus vorweisen.

 

b)    Erkrankungen durch Zeckenstiche

Die beiden wichtigsten durch Zecken übertragbaren Krankheiten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Während die FSME eine durch Viren ausgelöste Erkrankung ist, handelt es sich bei der Lyme-Borreliose um Bakterien.

 

FSME: Eine Infektionsgefahr besteht während der Zeckensaison, d.h. in der Regel zwischen März und Oktober, je nach Witterung auch früher oder später. Das FSME-Virus ist nur in bestimmten Gebieten verbreitet (sog. Naturherde). Bis zu 5 % der Zecken in den Naturherden sind Träger des FSME-Virus. Durchschnittlich trägt etwa eine von 100 Zecken das FSME-Virus. Nicht jeder Stich einer mit dem FSME-Virus befallenen Zecke führt zu einer symptomatischen Infektion.

 

Borreliose: Die Lyme-Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet. Doch nicht alle Zecken übertragen die Bakterien. Etwa 5-35% der Zecken sind mit Borrelien infiziert. Nicht jeder Stich durch eine infizierte Zecke führt auch zu einer Erkrankung. Zudem nimmt das Infektionsrisiko erst mit der Dauer der Blutmahlzeit der Zecke zu. Typisches Zeichen einer Erkrankung ist eine kreisförmige Rötung an der Stichstelle, die nach einigen Tagen zu beobachten ist. Andere Symptome variieren stark und reichen von Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit über Muskel- und Gelenkschmerzen bis hin zu Herzentzündungen und Nervenlähmungen. Jede unklare Beschwerdesymptomatik im zeitlichen Zusammenhang mit einem Zeckenstich sollte daher unbedingt durch den Hausarzt abgeklärt und antibiotisch behandelt werden.

 

Schutz: Die Kinder müssen täglich nach dem Abholen aus dem Kindergarten nach Zecken abgesucht werden. Es muss auf geschlossene Kleidung und Schuhe geachtet werden. Die Kinder sollten täglich vor dem Kindergartenbesuch mit Zeckenabwehrmittel eingerieben werden. Festsitzende Zecken müssen sofort entfernt werden. Dafür ist die Zecke mit einer Pinzette nahe an der Haut zu fassen und langsam ohne Drehen anzuheben. Die Haut sollte sich dabei wie ein kleines Zelt auffalten. Wenn der Zug langsam genug erhöht wird (ca. 5-10 Sekunden ziehen), ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass die Zecke ganz entfernt werden kann. Die Zecke nicht mit öl, Alkohol, Nagellack oder Klebstoff abtöten! Ein in der Haut steckengebliebener Zeckenkopf fällt meist später von alleine ab. Bei Unsicherheit das Kind einem Arzt vorstellen. Anschließend die Stichstelle desinfizieren und ca. 4-6 Wochen lang beobachten.

 

c)    Kleiner Fuchsbandwurm

Der Kleine Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der bei Füchsen, aber auch bei Hunden und Katzen vorkommt. Die Eier des Kleinen Fuchsbandwurms werden über den Kot ausgeschieden. Der Mensch kann sich durch Aufnahme von Wurmeiern infizieren durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren und den Verzehr von mit Eiern kontaminierten Lebensmitteln (z.B. niedrighängende Waldfrüchte oder Pilze, die mit Fuchskot verunreinigt sind). Die Erkrankung wird als Echinokokkose bezeichnet und tritt sehr selten auf.

 

Schutz: Waldfrüchte, aber auch Früchte aus Freilandkulturen nicht ungewaschen verzehren. Sicher abgetötet werden die Bandwurmeier durch Kochen, Backen, Braten. Gründliches Händewaschen vor dem Frühstück und nach dem Kindergartenbesuch ist wichtig.

 

d)    Giftige Pflanzen, Pilze

Grundsätzlich dürfen im Waldkindergarten keine Pflanzen oder Pilze gepflückt oder abgerissen werden und auch nichts in den Mund gesteckt werden. Kommen die

Kinder mit giftigen Pflanzen, Pilzen oder Tieren (z.B. Erdkröten) in Kontakt, werden anschließend die Hände gründlich gewaschen.

 

e) Klettern

Im Waldkindergarten wird viel geklettert. Die Erzieherinnen legen nach ihrem Ermessen eine Grenze nach oben fest und überprüfen den Baum nach morschen oder zu schwachen Ästen. Die Kinder dürfen nicht mit Rucksack klettern und grundsätzlich keine Kordeln an ihrer Kleidung tragen.

 

VII. Elterndienste

 

a)    Vertretung im Krankheitsfall

Im Krankheitsfall sollen die Eltern die Erzieherinnen vertreten. Teilweise übernimmt eine vom Verein eingestellte Vertretungskraft diese Aufgabe, um die Eltern zu entlasten.

 

b)    Reparaturarbeiten

Ungefähr einmal im Kindergartenjahr gibt es eine Elternbauaktion, auf der Eltern anfallende (Reparatur-)Arbeiten erledigen. Der Arbeitsaufwand beträgt ca. 4 Stunden. Auch gibt es zwischendurch immer mal Aufgaben, die zwischen Erzieherinnen und Eltern oder Vorstand besprochen und verteilt werden.

 

c)    Putzdienst

Einmal wöchentlich muss der Bauwagen und die Toilette geputzt werden. Die Eltern wechseln sich ab, d.h. jeder kommt ca. 3x im Jahr dran. Zum Putzdienst gehört auch: Müll entsorgen, schmutzige Handtücher mit nach Hause nehmen, waschen und in der folgenden Woche wieder mitbringen.

Der Arbeitsaufwand beträgt ca. 1 Stunde.

 

d)    Fahrdienst

Einmal monatlich fahren wir mit den Kindern zum Schwimmen ins Lehrschwimmbecken nach Kirchweyhe. Hierfür brauchen wir 2 bis 3 Elternteile zum Transport und Aufsicht der Kinder. Auch für weitere Fahrten, z.B. ins Kindertheater oder zur Freizeit nach Cluvenhagen werden gelegentlich Eltern gebraucht.

 

e)    Feste

Der Waldkindergarten beteiligt sich jedes Jahr am Thänhuser Markt mit einem Infostand und einer Mitmachaktion für Kinder. Hier ist viel Elternmithilfe bei der Planung, Vorbereitung, Aufbau, Standbetreuung und Abbau erforderlich. Arbeitsaufwand: mindestens 2 Stunden Standbetreuung.

Von Zeit zu Zeit beteiligen wir uns auch an anderen öffentlichen Festen: Apfeltag auf der Finkenburg, Frühlingsfest in Thedinghausen, Nikolausmarkt, Erbhoffestival. Gelegentlich findet bei uns auf dem Gelände ein „Waldaktionstag“ oder „Schnuppernachmittag“ statt, bei dem wir dann ebenfalls viel Mithilfe durch die Eltern benötigen.